Trendaktien – Investiere in wachstumsstarke Aktien

Welche Aktien zeichnen sich durch einen besonders starken Aufwärtstrend aus? Welche Aktien könnten zu Trendaktien werden und versprechen eine langfristige Rendite? Mit den richtigen Analyse-Tools können Aktienanleger zur richtigen Zeit die besten Trendaktien kaufen oder verkaufen. Wie diese zu finden sind, haben wir einmal zusammengefasst.

Warum auf Trendaktien setzen? – die Vorteile im Überblick

Trendaktien sind eine vielversprechende Anlageform, da diese sich vor allem durch eine höhere Performance und einer hohen Gewinnerwartung im Vergleich zu anderen Aktien auf dem Gesamtmarkt auszeichnen. Falls es zu einem kurzzeitigen Einbruch kommt, haben Trendaktien einen schnelleren Turnaroundeffekt, denn die Nachfrage nach diesen Aktien ist meist relativ hoch.

Es gibt bei diesen Aktien keine charttechnischen Widerstände wo die Kurse abprallen können, insbesondere bei Alltimehigh-Kursen.

Zudem sind Anleger durch ihre Investition oft in der Gewinnzone und stehen somit nicht unter Verkaufsdruck. Vor allem große Investmentgesellschaften investieren oft in diese vielversprechenden Aktien, da diese auch in Zukunft wertvoll sein könnten. Da hinter diesen Aktien meist moderne, brandaktuelle Themen wie beispielsweise Big Data, erneuerbare Energien und neuste technische Entwicklungen stehen, ist das mediale Interesse groß. Durch diese große Aufmerksamkeit auf verschiedenen Kanälen wie der Presse, Youtube, Aktienplattformen und in Foren werden die Kurse gestützt und eine hohe Nachfrage generiert.

Trendaktien erkennen

Bei der Suche von potenziellen Trendaktien können Anleger analytisch vorgehen. Befindet sich die spezifische Branche oder der Sektor beispielsweise im Aufwärtstrend oder ist der Gesamtmarkt stabil und stetig wachsend? Wenn eine bestimmte Aktie zusätzlich besonders auffällt, kann es sich um eine Trendaktie handeln.

Vor dem Kauf sollte jedoch der Kursanstieg der spezifischen Aktie genauer unter die Lupe genommen werden. Weist der Kurs hier deutliche Schwankungen auf, kann dies ein Zeichen für die kurzfristige Zockerei anderer Anleger sein. Wenn der Kurs jedoch ohne bemerkenswerte Korrekturen stetig ansteigt, könnte die Aktie eine vielversprechende Trendaktie sein.

Wenn der Gesamtmarkt sich gerade instabil verhält, bleiben Trendaktien von einem großen oder unterdurchschnittlichen Kursverfall bewahrt.

Neben der Performance ist auch das Geschäftsmodell hinter der Aktie ausschlaggebend. Ist das Geschäftsmodell auch während Krisen erfolgsversprechend wie beispielsweise Softwarelösungen während der Corona Krise (Microsoft Teams, Cisco, Zoom Video Communications)? Weitere Informationen zu aktuellen Trendbranchen und Sektoren können Sie hier finden.

Grobe Aussortierung durch die langfristige Trendstärke

Ob sich eine Aktie im generellen Aufwärtstrend oder einem Abwärtstrend befindet ist durch unterschiedliche technischen Indikatoren erkennbar:

  • 52 Wochen Hoch des Aktienkurses
  • Allzeithoch des Aktienkurses
  • Gleitender Durchschnitt über 200 Tage (Abkürzung: SMA200 = simple moving average)

Wenn sich aus der Backtest Analyse ergibt das der Kurs über dem gleitenden Durchschnitt liegt, befindet sich die Aktie in einem Auswärtstrend. Liegt der Kurs hingegen unter diesem Durchschnittswert, ist die Aktie am Absteigen. Falls der Kurs zu weit vom Durchschnittswert entfernt liegt, kann dies ein Zeichen für eine Erhitzung des Kurses sein. Es ist zu erwarten, dass es zu einer kurzfristigen Korrektur des Aktienkurses kommt, die perfekt für den Einstieg in die Aktie genutzt werden kann.

Beispielbacktest auf den S&P500 mit Einstiegssignalen
Interner Beispielbacktest auf den S&P500 mit Einstiegssignalen (50 Tage, 10% Kursabstand) – der Markt durch den Invest in finanzstarke Aktien und gut gewählten Einstiegspunkten outperformt und in Crashphasen (Beispiel Coronacrash 03/2020) ohne große Kursverluste überstanden.

Optimaler Einstiegspunkt durch die kurzfristige Trendstärke

Kurzfristige Trends lassen sich perfekt als Einstieg und auch für den Ausstieg aus einem Aktieninvestment nutzen. Nach raschen Anstiegen kommen oft kleine gesunde Korrekturen, die zum Einstieg genutzt werden können. Diese sind erkennbar durch:

  • 50 Tage Hoch
  • Gleitender Durchschnitt von 50 Tage (Abkürzung: SMA50 = simple moving average)

Der Kurs nähert sich immer wieder dem gleitenden Durchschnitt der letzten 50 Tage, diese Zeit sollten Anleger als Einstiegs- oder Ausstiegspunkt nutzen. Ein weiteres verlässliches Analysewerkzeug ist der exponentielle Durchschnitt der letzten 9 Tage, kurz gesagt die EMA (= exponential moving average). Durch eine exponentielle Gewichtung der Kursbewegung ist ein rascher Verfall erkennbar und dies können Anleger als schnelles Signal für den Ausstieg nutzen.